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<title>Hermann Moog</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Hermann Moog</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Hermann Moog</b> (* <a href="29._Januar" title="29. Januar">29. Januar</a> <a href="1901" title="1901">1901</a> in <a href="Gelsenkirchen" title="Gelsenkirchen">Gelsenkirchen</a>; † <a href="24._M%C3%A4rz" title="24. März">24. März</a> <a href="1974" title="1974">1974</a> in <a href="Haltern_am_See" title="Haltern am See">Haltern</a>) war ein deutscher <a href="Malerei" title="Malerei">Maler</a> und <a href="Zeichnung_(Kunst)" title="Zeichnung (Kunst)">Zeichner</a> aus <a href="Westfalen" title="Westfalen">Westfalen</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben_und_Wirken">Leben und Wirken</h2></div>
<p>Bereits als Jugendlicher strebte Hermann Moog eine künstlerische Ausbildung an und begann diese im Jahre 1918 – neben seiner kaufmännischen Lehre – mit einem Abendstudium an der <a href="Folkwang_Universit%C3%A4t_der_K%C3%BCnste" title="Folkwang Universität der Künste">Folkwangschule</a> in <a href="Essen" title="Essen">Essen</a> bei Professor Urbach. Ab 1921 besuchte er die <a href="Kunstakademie_D%C3%BCsseldorf" title="Kunstakademie Düsseldorf">Kunstakademie</a> in <a href="D%C3%BCsseldorf" title="Düsseldorf">Düsseldorf</a>. Dort studierte er bei Professor <a href="August_Deusser" title="August Deusser">August Deusser</a>, der dem <a href="Expressionismus" title="Expressionismus">Expressionismus</a> nahestand.
</p><p>Bereits 1925 fanden Moogs Arbeiten anlässlich einer Ausstellung des <i>Kulturvereins für Kunst und Wissen</i> in Gelsenkirchen große Beachtung. Die Freundschaft und zeitweilige Ateliergemeinschaft mit dem Maler und <a href="Kunstp%C3%A4dagogik" title="Kunstpädagogik">Kunstpädagogen</a> Professor <a href="Johannes_Walter-Kurau" class="mw-redirect" title="Johannes Walter-Kurau">Johannes Walter-Kurau</a> in Berlin bestätigte ihn in seiner Entwicklung und führte ihn zur endgültigen künstlerischen Selbstständigkeit.
</p><p>1934 richtete Hermann Moog sich in <a href="Holtwick_(Haltern_am_See)" title="Holtwick (Haltern am See)">Holtwick</a>, das am Rand der <a href="Hohe_Mark_(mit_Rekener_Kuppen)" title="Hohe Mark (mit Rekener Kuppen)">Hohen Mark</a> bei Haltern am See liegt, ein Atelier ein und malte in Anlehnung an den <a href="Rheinischer_Expressionismus" title="Rheinischer Expressionismus">Rheinischen Expressionismus</a> vorzugsweise Landschaften, die jedoch größtenteils im <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> durch Bombenangriffe zerstört worden sind. In den 1920er und 1930er Jahren stellte er mit <a href="Christian_Rohlfs" title="Christian Rohlfs">Christian Rohlfs</a> und <a href="Otto_Modersohn" title="Otto Modersohn">Otto Modersohn</a> gemeinsam im Rahmen des <i>Westfälischen Künstlerbundes</i> aus.
</p><p>Der Krieg führte ihn nach <a href="Albanien" title="Albanien">Albanien</a> und <a href="Russland" title="Russland">Russland</a>, von wo er Motive, Skizzen und Erinnerungen mitbrachte, die er in seine späteren Bilder einfließen ließ, z.&nbsp;B. <i>Asowsches Meer</i> (1942), <i>Wanderer zwischen den Welten</i> (1953). 1946 kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft zurück und ließ sich endgültig in Haltern nieder, wo er sich mit seiner Frau Ruth ein Haus mit Atelier baute. In den ersten Nachkriegsjahren war er als Auftragskünstler und Kunstpädagoge in Gymnasien, Volkshochschulen und Berufsschulen aktiv und gründete 1950 in <a href="Marl" title="Marl">Marl</a> die erste Kinder-Malschule Deutschlands (Malschule <i>Insel</i>).
</p><p>Auf der Suche nach neuen Eindrücken, ging Hermann Moog auf „Entdeckungsreisen“. Ab 1953 besuchte er mehrfach <a href="Spanien" title="Spanien">Spanien</a>, <a href="S%C3%BCdfrankreich" title="Südfrankreich">Südfrankreich</a> und <a href="Italien" title="Italien">Italien</a>. Aus dieser Zeit stammen viele Bilder, in denen die Weite des Himmels und das Meer, meist mit Booten, im Vordergrund stehen. 1965 besuchte er Russland und <a href="Japan" title="Japan">Japan</a>.
</p><p>In den 1960er und 1970er Jahren widmete er sich ganz der Malerei der ihn umgebenden Natur des <a href="M%C3%BCnsterland" title="Münsterland">Münsterlandes</a>. „Ich entdecke die Einsamkeit in der Landschaft“, schrieb er in sein Tagebuch. Die gewachsene Natur anzuschauen und diese als unabhängig vom Menschen existierend zu begreifen, das wurde das Thema seines Lebens. Viele Eindrücke hielt er in seinen Skizzenbüchern oder als Bleistift-, Faserstift- oder Kohle-Zeichnungen fest. Auch <a href="Linolschnitt" title="Linolschnitt">Linolschnitte</a> wurden zu einer bevorzugten Ausdrucksweise. Im Alter von 73 Jahren starb er in Haltern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausstellungen_und_Nachlass">Ausstellungen und Nachlass</h2></div>

<p>Von 1925 bis 1940 stellte Hermann Moog, gemeinsam mit anderen Künstlern aus Westfalen und dem Rhein-Ruhr-Gebiet, in Gelsenkirchen, <a href="Bochum" title="Bochum">Bochum</a>, <a href="Dortmund" title="Dortmund">Dortmund</a>, <a href="M%C3%BCnster" title="Münster">Münster</a>, <a href="Soest" title="Soest">Soest</a>, Düsseldorf, und <a href="Bielefeld" title="Bielefeld">Bielefeld</a> aus. Einzelausstellungen seiner Bilder und Zeichnungen (Ölbilder und Grafiken) erfolgten ab 1955, vor allem in Marl, <a href="Recklinghausen" title="Recklinghausen">Recklinghausen</a>, Münster, <a href="Wesel" title="Wesel">Wesel</a>, <a href="Lembeck" title="Lembeck">Lembeck</a> und Haltern, vor allem auch in seinem Haus und Atelier in Haltern-Holtwick. Seinem Tagebuch vertraute Hermann Moog an: „Meine Malerei ist die Geschichte meiner Entdeckungen geworden.“ Er hatte vor, mit dem Verlag Bongers Reproduktionen seiner Werke in einem Buch zu veröffentlichen, das nach seinem Tode – ganz entsprechend seiner Planung – von seiner Witwe Ruth Moog herausgegeben wurde.
</p><p>Zu den über 40 Ausstellungen nach dem Tod von Hermann Moog, die der Neffe des Künstlers (Hermann Moog aus <a href="Aachen" title="Aachen">Aachen</a>) konzipiert und betreut hat, sind zum Teil Kataloge mit vielen Abbildungen erschienen. Anlässlich der ersten Ausstellung in dieser Folge schrieb der Kunstsammler Carl Ridder 1974 in den <a href="Ruhr-Nachrichten" class="mw-redirect" title="Ruhr-Nachrichten">Ruhr-Nachrichten</a>:
</p>
<dl><dd>„In seinen Bildern steckt Hoffnung … Hermann Moog brachte etwas mit, was die Westfalen in besonderem Maße auszeichnet: die unpathetische Art, hinter die Dinge zu schauen.“</dd></dl>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Friedrich Böhmer: <i>Hermann Moog wird 60 Jahre alt</i>. In: <i>Vestischer Kalender</i>, Jg. 33 (1961), S. 49–51.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.Hermann-Moog.de">hermann-moog.de</a></li></ul>
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